“Taifun Haiyan ist ein unfairer Vorteil”

Ivan Aivazovsky - Storm at Sea (Quelle: Wikipaintings)

Die Weltklimakonferenz wird von dem Taifun Haiyan überschattet, der große Teile der Philippinen verwüstet hat. Gegner des Klimawandels betrachten dies als ungerechten Vorteil für die Verfechter des Klimawandels und fordern nun einen fairen Ausgleich. “Es ist nicht akzeptabel, dass diese Lügner und Wissenschaftsfälscher auch noch Unterstützung aus der Natur bekommen,” so Mary Worthsmith, US-amerikanische Sprecherin der klimawandelkritischen Vereinigung für rationale Wissenschaft. “Schlimm genug, dass diese Gruppe bereits mit Eisbären und Pinguinen punkten kann.”

Die Anspannung in der klimawandelkritischen Gruppen war ihnen bei ihren Auftritten am Rande des Gipfels anzumerken. Wo sie sonst mit Schilder für die Vorteile des CO2-Ausstoßes geworben hatten, waren nun nur einzelne Pappaufsteller zu sehen, die eine Weltverschwörung der Klimaforschung propagierten. “Deutlich weniger als die letzten Jahre,” kommentierte auch der dänische Klimaforscher Jan Knut Sunderson. “Bisher hat auch noch keiner von uns Morddrohungen erhalten.”

Doch die Leugner des Klimawandels wollen sich nicht so leicht geschlagen geben. Bereits jetzt kursieren Pläne zur Aufwertung von Winterstürmen, “um die Effekte von Haiyan zu relativieren”. Momentan scheint aber noch ungeklärt zu sein, wieviele Tote durch Erfrierungen es benötigt, um die Katastrophe auf den Philippinen auszugleichen.

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