Demokratie in der Urne zu Grabe getragen

Ivan Aivazovsky - Arrival into Sevastopol Bay (Quelle: Wikipaintings)

Zur Abstimmung der Krim an Russland ein Kommentar von unserem Mitarbeiter Harmadillo

Gratulation! Russland hat mit der heutigen “Volksabstimmung” auf der Krim dem Westen nun endlich den Grund gegeben, um die Doppelmoralkeule hervorzuziehen. Die NATO und die EU haben es im Kosovo ja vorgemacht: Eine Volkabstimmung unter zweifelhaften Umständen ist alles was es zur Annektion benötigt. So etwas nennt man Demokratie.

Die Balkanisierung der ex-UdSSR ist dabei das gemeinsame Ziel von Ost und West. Jeder der Beteiligten schneidet sich den Teil heraus, dessen er habhaft werden kann und Putin gibt für den Westen freundlicherweise den Milosevic-Wiedergänger. Man weiß, wo das für Milosevic geendet hat, nachdem im nationalistische und rassistische Lügengebäude seiner Regierung das Licht ausgegangen ist.

Allerdings ist das nicht geschehen bevor der Westen nicht einigen Massakern zugesehen hat und sich an den falschen Stellen mit den falschen Mitteln engagiert hatte, und man in Brüssel realisiert hatte, dass Mütterchen Europa gerne auch den Balkan zu sich holen möchte. Deswegen befinden sich am Rande der EU nun Krüppelstaaten, deren Unabhängigkeit nicht einmal patriotisch gesinnte, volldemente Großmütter noch glauben.

Wenn sich West und Ost also einigen, dann wird sich die Ukraine bald zu diesen Staaten gesellen. Das Requiem für dieses Land ist das allgemeine Säbelrasseln; das Leichentuch die “Demokratie”, die an diesem Sonntag in den Urnen auf der Krim zu Grabe getragen wurde.

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