Wowereit ist zurückgetreten, die Stadt brennt

Eduard Gaertner - Berlin, Unter den Linden mit Oper (Quelle: Wikimedia Commons)

Nun ist es also passiert: Klaus Wowereit, Berlins Antwort auf alle Fragen, die eigentlich nie jemand stellen wollte, ist zurückgetreten. Eine Antwort für die Stadt ist das nicht. Der Fragenkatalog ist seit Jahren immer länger geworden und Klaus Wowereit hat ihn mit dem Enthusiasmus eines Steuerhinterziehers bei der gerichtlich verordneten Sozialarbeit abgefertigt. Ja, seine Arbeitsverweigerung grenzte zum Schluß an einen Streik.

Ein Schelm, wer dabei an Ayn Rands Unternehmer-Gehen-In-Den-Streik-Dystopie “Atlas Shrugged” denkt. Doch Ayn Rand hat auch ein Buch namens “The Virtue of Selfishness” geschrieben, das Klaus Wowereit seinem Nachfolger als Antrittssgeschenk überreichen sollte. Es wird jenem unvermeidlichen SPD-Karrieristen sehr genau erklären, warum er sein Amt und die Stadt in dem Zustand vorfinden wird, in dem sie derzeit vorzufinden ist.

Ansonsten wird Klaus Wowereits Nachfolger – dank mangelnden Chuzpes und dem auf von Rentnern bevölkerten Berliner SPD-Wahlkreisveranstaltungen getesteten Charimas – bei der nächsten Wahl für dessen Verfehlungen gelyncht werden, nachdem die Eröffnung des Flughafen BER inzwischen auf 2075 verschoben wurde, alle Berliner S-Bahn im Winter zeitgleich aus den Schienen gesprungen sind und wegen Überschuldung durch Stadtschlösser der Fernsehturm verpfändet werden mußte.

Klaus Wowereit wird es sich dann an einem Strand gemütlich gemacht haben und nur noch gelegentlich per Limousine in die Stadt kommen, die ihn zu dem einen oder andere gut dotierten Aufsichtsratsposten fährt. Und die Menschen auf der Straße werden ihm zuwinken und sich an die gute, alte Zeit unter “Wowi” zurückerinnern.

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