Blockupy freut sich über Unterstützung der Stadt Frankfurt

Mit unerwarteten Engagement setzt sich derzeit die Stadt Frankfurt und deren Polizei für die Occupy-Bewegung ein. Nachdem die Proteste der Occupy-Bewegung zuletzt im Herbst für Schlagzeilen gesorgt hatten, war es ruhig um die kapitalismus-kritische Bewegung geworden. Tiefsttemperaturen und andere Unahnehmlichkeiten im Winter ließen auch die letzten durchhaltenden Zeltbewohner der Occupy-Bewegung wieder nach Hause zurück kehren. Wer sich zögerte seinen Zeltstandort einfach so aufzugeben wurde von der Polizei im Interesse der eigenen Gesundheit bei der Heimkehr unterstützt.

Nun sollte es nach der Winterpause mit der “Blockupy”-genannten Aktionen wieder so richtig losgehen: Dafür sollte die Stadt Frankfurt und vor allem dessen Bankenviertel symbolisch besetzt werden. Dies sollte der Bewegung wieder Leben einhauchen und ihr in Zeiten von Griechenlandkrise und Euro-Hysterie verlorengegangene Aufmerksamkeit zurückbringen.

Nachdem aus Frankfurt zuerst ablehnde Signale, etwa in Form von Versammlungsverboten kamen, hat sich nun die Stadt mutig dazu entschlossen “Blockupy” zu unterstützten: Mehr als 5000 Polizisten haben sich den rund 1000 “Blockupy”-Demonstranten angeschlossen und sorgen mit all ihrer Kraft dafür, dass “Blockupy” zu einem medialen Erfolg wird.

Besonders tut sich die Polizei mit spektakuläre Bilder und weiteren Aktionen. Auch die Stadt Frankfurt freute sich über “Blockupy” und konnte sich so einen langgehegten Wunsch erfüllt und dafür sorgen, dass erst einmal keine störenden Besucherströme mehr das Geschäft der Banken in der Stadt stören können. Auch die illegale Verteilung von Ausgaben des Grundgesetze an unbedarfte Bürger und die Auftritte als nervig empfundener Liedermacher konnte mit Unterstützung von “Blockupy” verhindert werden.

Insgesamt ist man deswegen nach dem zweiten Tag des Protestes in Frankfurt allgemein sehr zufrieden mit dem Verlauf und freut sich schon auf die kommende mediale Aufmerksamkeit, wenn es bei den kommenden Gerichtsverhandlungen über die Rechtmäßigkeit der Protestverbote eher trocken zugehen wird.

Wieder einmal, zeigt Frankfurt der Welt, wie man erfolgreich Schlagzeilen macht.

This entry was posted in Politik and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.