Öffis sorgen in Berlin für Angst und Schrecken

Der Kampf der öffentlichen Verkehrsmittel gegen Berlin geht weiter. Nachdem bereits der Großflughafen BER sich seit Monaten weigert seinen Dienst anzutreten, hat auch die S-Bahn die bereits angespannte Sache zur Eskalation gebracht: Ein Zug der Linie S25 sprang spontan aus Protest aus den Schienen.

Damit steigert sich der bereits seit Jahren schwelende Konflikt zwischen den öffentlichen Verkehrsmitteln zu einem offenen Kampf. Zwar hatte noch vor Wochen die Landesregierung von Berlin angekündigt sich “nicht erpressen zu lassen”, aber mit den heute Verletzten hat die Auseinandersetzung eine neue Dimension erreicht. “Jetzt hört der Spaß aber auf!” kündigte ein entnervter Sprecher der Landesregierung bei einer Pressekonferenz an. “Wir fordern die Öffis auf, sofort ihren ordnungsgemäßen Betrieb aufzunehmen! Sonst werden wir rechtliche Schritte einleiten.”

Bisher haben sich die öffentlichen Verkehrsmittel von den Forderungen bisher unbeeindruckt gezeigt. Ihre Forderungen nach mehr Geld steht allerdings bereits seit Monaten im Raum und die S-Bahn hat mit einem jahrelangen Bummelstreik bewiesen, dass sie durchaus das notwendige Durchhaltevermögen besitzt, um ihre Interessen zu vertreten. Appelle aus der Politik an das Pflichtbewußtsein des öffentlichen Verkehrs haben bisher wenig ausgerichtet.

Doch die Fronten sind nicht erst seit dem heutigen Zwischenfall verhärtet: Zuletzt hatte auch Großflughafen BER für Entrüstung gesorgt, als er auf die Frage bei einer Pressekonferenz, ob er demnächst seinen Dienst aufnehmen wolle, nur mit schallendem Gelächter geantwortet hatte.

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