Eastwood and Chair

Clint Eastwoods Rede an einen leeren Stuhl auf dem Partei der Republikanischen Partei der USA sorgte für einige Aufmerksamkeit. Viele Kommentatoren empfanden den Auftritt als peinlich und es mangelte nicht an Kritik. Selbst Präsident Obama konnte sich eines spottenden Kommentars auf Twitter nicht enthalten.

Doch dies ist ein Irrtum. Inzwischen beginnen sich die positiven Stimmen zu mehren. Ja, man kann sogar von großer Begeisterung sprechen. “Von einem historischen Moment” ist da die Rede oder nennen den Auftritt eine “großartige schauspielerische Leistung” (US-Filmkritiker Egan Marshall) und auch “eine überzeugende rhetorische Leistung, gerade im Hinblick auf die auf die mit dem Parteitag verbundene Erwartungshaltung der Öffentlichkeit” (Polit-Blogger Theresa Lee).

Die Begeisterung darüber scheint fast Mitt Romney solide, aber im Kern wenig Begeisterung auslösende Rede in den Hintergrund zu rücken, obwohl diese natürlich der Höhepunkt des Parteitags hatte werden sollen.

Nun gibt es also wieder Diskussionen über mögliche Oscars im Umfeld des bereits mehrfach preisgekrönten Regisseur von Klassikern “Million Dollar Baby” oder “Erbarmungslos”. Clint Eastwood – der zwar Republikaner, aber ein ausgesprochen großzügiger Mensch sein soll – wird sich daran sicherlich messen lassen. Mit Bedacht wird er Ort, Zeit und natürlich auch die Bühne für diesen Auftritt ausgesucht haben, um die maximale Wirkung zu erzielen.

Einem so verdienten Regisseur ist es als Verdienst anzurechnen seinem wesentlich jüngeren Partner solche eine Chance geben, auch wenn Eastwoods eigene Leistung bei dem gemeinsamen Auftritt mehr als nur zu wünschen übrig ließ.
Wir werden von diesem Stuhl sicherlich noch einmal hören.

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