Al-Qaida bereitet sich auf Geheimaktion “Akte” vor

Abu H. ist ein durchschnittliches Al-Qaida-Mitglied in der mittleren Managementebene der Organisation. Seit Tag beginnt früh, nach dem Morgengebet stärkt er sich mit einem leichten Tee, um den Rest seines Arbeitstages die Ermordung von Ungläubigen zu planen. Der Arbeitsalltag vieler anderer Al-Qaida-Mitglieder sieht nicht sehr viel anders aus. Und doch hat sich Abu H.s Arbeit seit einiger Zeit radikal verändert.

Der Grund liegt darin, dass Deutschland zu Abu H.s Arbeitsbereich gehört. “Deutschland ist schon lange eines unserer Ziele,” teilt der sympathische Bartträger mit, während er seine AK47 streichelt. “Allerdings hatten wir sehr lange Probleme, weil uns die Sicherheitsbehörden Schwierigkeiten gemacht haben. Lange Zeit war jeder Muslim in Deutschland unter Generalverdacht. Wir hatten dadurch großen Zulauf, aber es hat die praktische Arbeit für uns schwierig gemacht.”

Doch das hat sich nun geändert. Mit der Einführung der Geheimstrategie “Akte” ist die Arbeit der Islamisten viel einfacher geworden. “Wir können endlich wieder große Ziele planen,” teilt Abu H. freudig mit. “Wir haben schon große Mengen an Waffen und Sprengstoff gesammelt und suchen derzeit geeignete Ziele.” Aber was ist mit Polizei, Verfassungsschutz oder BND, fragen wir Abu H. Der Islamist lächelt gütig über unsere Naivität.

“Das ist der Inhalt unserer Strategie Akte,” erklärt er geduldig. “Unsere Mitstreiter müssen sich nur bei einer rechtsradikalen Organisation registrieren und schon werden ihre Akten alle paar Monate geschreddert und alle Erkenntnisse über sie vernichtet. Elegant, nicht wahr?” Der Al-Qaida-Manager ist offensichtlich stolz über den Plan. Dnnoch gibt es Schwierigkeiten zu überwinden.

Wir treffen uns dafür mit Mursi Al-B., der sich gerade auf einen Selbstmordanschlag in einer deutschen Großstadt vorbereitet. Er ist blutüberströmt, da er dabei ist Sprengstoffgürtel an einer Herde Schafe zu testen. Auch wir werden im Laufe unsere Gespräches mit Hammelgedärmen beregnet. “Man muß genau darauf achten, welche Rechtsradikalen die Geheimdienste mögen,” erklärt der 24jährige, lebensmüde Fanatiker. “In Baden-Württemberg schließt man sich beispielsweise am besten dem Ku-Klux-Klan an, in Berlin Blood & Honour. Auf solche Unterschiede muß man genau achten. Jeder Landesverfassungsschutz hat seine Lieblingsnazis.”

Auch Mursi Al-B. ist inzwischen Mitglied einer rechtsradikalen Gruppierung. Welcher will er allerdings nicht genau sagen. “Das geht aber ganz einfach,” erklärt er. “Hat man erstmal die Mitgliedschaft, trifft man sich einfach mal mit den Leuten vom Verfassungsschutz und erklärt denen wie das so ist, dann schreddern die Deine Akte. Danach kann man machen was man will…”

So erklärt sich auch, wie Mursi Al-B. in einem beschaulichen niedersächsischen Dorf Schafe in die Luft sprengen kann, ohne das was passiert. Die anderen Dorfbewohner wollen sich nicht zu ihrem Mitbewohner und seinen Tätigkeiten äußern. “Die Polizei hat gesagt, dass der harmlos ist,” ist das einzige Statement einer jungen Mutter, die wir auf der Straße treffen. Sie will allerdings lieber nicht ihren Namen nennen.

Abu H. bestätigt Mursi Al-B.s Aussagen weitestgehend, möchte allerdings nicht genauer ins Detail gehen. “Für uns ist nur wichtig, dass alle paar Monate unsere Akten geschreddert werden,” erklärt er. Er selber sei deshalb auch seit kürzerem Mitglied der NPD.

Abschließend wollen wir von Abu H. noch wissen, ob es angesichts der vielen V-Leute bei der NPD nicht auffallen würde, dass sich Al-Qaida-Mitglieder dort herumtreiben. Der charismatische Massenmörder antwortet nur mit einem sanften Lächeln.

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