Bericht der Troika-Kommission verspätet sich etwas


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Mitarbeiter der sogenannten Troika-Gruppe, die die Sparbemühungen in Griechenland überwachen sollen und deren Bericht derzeit in Brüssel dringend erwartet wird, stießen heute auf unvorhergesehene Schwierigkeiten: Ein Generalstreik verhinderte die Abreise der Gruppe, die sich auf dem Flughafen von Athen eingefunden hatte. Da sich Brüssel außer Stande sah, den Mitarbeitern zu helfen und auch andere Verkehrsmittel bestreikt wurden, versuchte die Gruppe auf eigene Faust mit dem Auto weiterzufahren.

Die Gruppe kam allerdings nur bis Agios Konstantinos, wo ihr das Benzin ausging. Aufgrund des Streiks war allerdings auch keine offene Tankstelle zu finden. Versuche in Brüssel Unterstützung für die Rückreise zu erhalten, mußte schließlich wegen leerer Handy-Akkus aufgegeben werde. Anrufe von öffentlichen Telefonen endeten immer in einer Warteschleife.

Im Hafen der Stadt gelang es der Gruppe schließlich mit privaten Mittel den Besitzer eines Bootsverleihs zu überzeugen. Die segelerfahrene Gruppe plante mit dem Boot die türkische Küste zu erreichen, um von der Türkei aus einen Flug ins europäische Ausland zu erlangen.

Dies scheiterte als die Gruppe unweit der griechischen Küste mit einem Seelenverkäufer mit Flüchtlingen zusammenstieß. Zwar konnten alle Troika-Mitglieder unverletzt von den Flüchtlingen an Bord genommen werden, ihr eigenes Boot sank allerdings. Wie sich an Bord herausstellte, befanden sich die Flüchtlinge bereits seit Monaten auf See und hatten bisher von der Schuldenkrise in Griechenland nichts mitbekommen.

Sie ließen sich allerdings von den Troika-Mitgliedern leicht davon überzeugen, statt Griechenland Italien anzusteuern. Südlich von Apulien wurden das Flüchtlingsschiff allerdings von der italienischen Küstenwache – trotz versuchter Intervention der Troika-Mitarbeiter – beschossen und mußte erneut abdrehen.

In einem Funkspruch erklärten die Troika-Mitarbeiter daraufhin ihre Kündigung und setzten mit den Flüchtlingen nach Lybien über, wo sie sich immer noch aufhalten. Über eine Social Networking-Plattform gaben die Mitarbeiter bekannt mit ihrer derzeitigen Lage sehr zufrieden zu sein und “bisher niemals so eine Gastfreundschaft erfahren” zu haben. Trotz inständiger Bitten aus Brüssel weigern sie sich ausdrücklich dorthin zurück zu kehren.

Wie es mit dem Bericht der Troika nun weitergehen soll, ist momentan unklar.

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