Neuinszenierung von “Die Schatzinsel” in Bochum

Eine neue Dramatisierung von Robert Louis Stevensons “Die Schatzinsel” erfreut die Zuschauer in Bochum. Die Geschichte hält sich dabei sehr stark an die Vorlage: Piraten suchen gemeinsam nach einem Plan, der zu gewaltigen Reichtümern führen soll. Dabei kommt es zu allerlei Verbrechen, Messerstechereien und wilden Ausflüge an exotische Schauplätze.

Im Vorfeld zeigten sich einige Kritiker irritiert darüber, dass die Rolle des Verräters Long John Silver gleich mit mehreren Schauspielern besetzt wurden. Die scheint ein interner Kompromiss der Aufführenden zu sein, wie gerüchteweise im Vorfeld zu hören war. Stevenson-Experte Dr. Eichhorn erklärte die Entscheidung mit der Begehrtheit dieser Figur, die in ihrer “empathisch begründeten, opportunistischen Ambivalenz” liegt.

Auch wenn diese Entscheidung sicherlich nicht einfach ist, gibt es inzwischen auch einige positiven Stimmen. In einer ersten Einschätzung meinte die Theaterkritiker Hildegard Schmeider-Blöhmkorpf: “Nachdem die ersten Köpfe gerollt sind, fühlt sich der Zuschauer tatsächlich wie bei den Piraten.” Ihr widerspricht ihr Kollege Heinrich Arthur Hinrichs: “Sinnlos blutig und chaotisch. Es fehlt der rote Faden und das Figureninventar ist viel zu groß. Außerdem vermisse ich die Papageien.”

Während also die Meinung der Kritiker noch auseinander gehen, scheint das Publikum die Aufführung zu goutieren. Die Live-Übertragungen in den Medien haben die nötige Aufmerksamkeit für die Mammut-Inszenierung gebracht. Mit Spannung wird der Höhepunkt erwartet, die Entdeckung des Schatzes. Bisher hält die Regie noch geheim, welcher der vielen Long John Silver sich am Ende mit dem Schatz aus dem Staub machen wird. Man darf gespannt bleiben…

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